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WM Val di Fiemme

Datum: 11.03.2013
Autor: Von: Name

Kategorie: Sportliche Erfolge

Hallo Skilanglauffreunde!

Mit ein paar Tagen Abstand, möchte ich euch nun von meiner 7. Weltmeisterschaft berichten. Diese lief leider nicht wirklich rund und ich bin zum ersten Mal ohne erhoffte Medaille nach Hause gefahren. Im Vorfeld der WM lief alles noch optimal. Ich war gesund und verletzungsfrei durch den Winter gekommen und die letzten Trainingstage zur WM-Vorbereitung in Toblach verliefen nahezu perfekt. Für das Selbstvertrauen sprang sogar ein Sieg beim Gsiesertaler Volksskilauf über 30km cl raus! Man kann von einer gelungenen Vorbereitung sprechen und die Freude auf die Weltmeisterschaft war dem entsprechend groß.

Mein erster WM-Start über 30km Duathlon. Hier wollte ich mit einem guten Rennen starten und mich gerade im klassischen Teil für einen möglichen Start in der großen Staffel anbieten. Der Startschuss fiel und ich fand sehr gut und schnell ins Rennen. Jedes Tempo lief ich mühelos mit und mein Ski lief prächtig. Dann die ersten unvorteilhaften Probleme! Mein rechter Stock hielt nicht mehr und ich konnte mich nur noch schwer abstoßen. Ich sah nach unten und merkte, dass sich mein Stockteller drehte und im Begriff war sich abzulösen. Na super dachte ich, das Pech hätte doch eigentlich für die Saison schon aufgebraucht sein müssen! Ich lief weiter und hoffte dass er hielt. Bis zum Ende der zweiten Runde, als ich ihn dann schließlich doch verlor. Im Getümmel eines Massenstarts ist es immer sehr schwer, schnell an einen adäquaten Ersatzstock heran zu kommen. Ich bekam schließlich einen 10 cm zu langen Ersatzstock und lief nach mehreren missglückten Wechselversuchen mit diesem viel zu langen Stock bis zum Skiwechsel. Einzig positiv, ich hielt trotzdem sehr gut mit und bog sogar als 3.in die Wechselzone ein! Dann der Skating Part und auf einen Schlag verkehrte Welt. Es ging nichts mehr und ich merkte das dieses angeschlagene Tempo viel zu schnell für mich und meinen noch dazu, viel zu stumpfen Ski war. Schnell musste ich schon nach 2 Runden reißen lassen und verlor sehr schnell viele Plätze. Alles was im klassischen Teil noch gut war, funktionierte plötzlich im Skating überhaupt nicht mehr. Abgeschlagen und total enttäuscht wurde ich letztendlich 34.und verbaute mir damit auch schließlich einen Startplatz in der Staffel. Extrem bitter, weil ich wusste, dass ich gerade im klassischen Stil eine echt starke Form hatte!

Zum ersten Mal in meiner Laufbahn eine Staffel bei einem Höhepunkt ohne mich!!! Daran hatte ich sehr, sehr schwer zu knabbern, schaffte es aber mit viel positiver Energie zu verarbeiten. Ich akzeptierte die Entscheidung der Trainer sportlich und fair! Fortan stellte ich mich von der ersten Minute an komplett in den Dienst der Mannschaft! Ich wollte auch aus der zweiten Reihe aus mithelfen, endlich eine Medaille für die Mannschaft zu gewinnen! 

Ohne die erhoffte Staffel hatte ich aber noch meinen 50er! Mein Hauptrennen im Einzel bei dieser WM. Ich wollte es allen zeigen und gerade mir persönlich auch beweisen, dass ich noch zur Weltspitze gehöre! Dass es ein wahnsinnig schwerer 50er werden sollte, stand schon vorher fest. Die Strecke war mit seinen 2000Hm auf 50km sogar noch schwerer als die in Oslo. Dazu Bedingungen um 15 Grad! Der Schnee war sehr langsam und schwer zu laufen! Echte Kämpferbedingungen. Was für alle überraschend noch dazu kam, war das sehr hohe Tempo vom Startschuss weg. Es gab immer wieder Attacken aus dem Feld heraus und nie so richtig Taktik wie schon so oft bis zur Zielgerade. Für mich lief das Rennen Klasse. Das körperliche Gefühl war super und das Material top. Wenn Gruppen gingen, versuchte ich immer wieder mitzugehen um vielleicht eine Ausreisergruppe mit zu entwickeln. Schließlich blieben meine Bemühungen erfolglos und ich lief in der großen Verfolger -Gruppe, welche den nun alleine führenden Schweden Olsson jagte. Muskulär hatte ich den 50er über nie Probleme und meine obligatorischen Krämpfe blieben auch aus. Schließlich wurde ich am Ende guter 9.und war mit diesem Top10 Ergebnis mehr als zufrieden! 

Mit diesem schönen Ergebnis hatte ich noch einen versöhnlichen Abschluss mit dieser WM. Es war eine für mich prägende WM und ich kann sehr viel für meine Zukunft mit nehmen! Danke sehr an alle Fans und Freunde, welche wie immer mit mir mit gefiebert haben!  

Nun bin ich schon beim nächsten Weltcup in Lahti, wo für mich die 15km cl anstehen. Drückt mir dafür wieder beide Daumen! 

Euer Fibs     

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