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Tour de Ski

Datum: 09.01.2013
Autor: Von: Name

Kategorie: Sportliche Erfolge

Hallo Skilanglauffreunde!

 

Das war die 7.Tour de Ski. Das war meine 7.Teilnahme! Und zum 7.mal erklomm ich das Ziel auf der legendären Alpe Cermis! In der ARD war von den 7 Tour-Dauerbrennern ( 3 Männer : Northug, Di Centa, Filbrich + 4 Frauen: Kowalczyk, Roponen, Saarinen und Shevchenko ) die Rede, welche bis dato alle 50 Tour de Ski-Etappen seit der Geburt im Jahr 2007 durch gestanden hatten. Nun sind es nur noch 6 Tour-Dauerbrenner ( Saarinen trat zur letzten Etappe nicht mehr an ), welche dieses Jahr letztendlich auch die 7.Auflage beendeten. Ich gehöre nach wie vor dazu und es macht mich verdammt stolz wieder diese Qualen überstanden zu haben!

Es war eine sehr schwere Tour de Ski, auch wenn es dieses Jahr „nur“ 7 Etappen waren. Gerade die ersten 2 Etappen in Oberhof verlangten mir schon alles ab. Die Bedingungen waren durch warme und verregnete Wetterkapriolen super schwer und der Schnee war brutal tief und langsam! Im Prolog kam ich überhaupt nicht klar und stolperte zu einem schwachem 47.Platz. Damit war ich gerade in Oberhof überhaupt nicht zufrieden und nahm mir für die Verfolgung entsprechend viel vor. Diese lief dann schon viel besser und ich konnte mich nach einer meiner stärksten kämpferischen Leistungen überhaupt, vom 47.Platz nach vorn auf den 13.Platz schieben! Weiter ging es nach einem Ruhetag im schweizerischen Val Müstair. Hier stand ein skating Sprint auf dem Programm, wo ich mich mal wieder viel zu schnell nach dem Prolog als 61. verabschieden musste. Wieder ein Ruhetag und die Reise führte uns weiter nach Toblach zur 4. und 5. Etappe. Es galt die Königsetappe über 36km skating von Cortina nach Toblach und ein 5km cl Einzelstart zu laufen. Von nun an wollte ich mich Stück für Stück in Richtung Top10 bewegen, was mit den Ergebnissen 18 und 21 überhaupt nicht so gelang. Während der Marathonetappe wollte ich mit einer starken Gruppe weit nach vorne kommen, merkte aber schnell, dass durch viel zu viel Taktik das Gegenteil der Fall war. Wir schlossen nicht nach vorne auf, sondern eine größere Gruppe erreichte uns von hinten. Mit ca 15 weiteren Läufern erreichte ich Toblach und wurde im Massensprint schließlich 18. Einen Tag später über die 5km cl hatte ich dann nicht den entsprechenden Ski für mein Vorhaben. Dieser war zwar sehr gut in den schnellen Abfahrten,  war aber am Anstieg viel zu glatt für ein Top-Resultat. Als 21. kassierte ich weitere 35 Sekunden in der Gesamtwertung und lag vor den abschließenden Etappen 6+7 in Val di Fiemme auf Gesamtplatz 20. Der 15km cl Massenstart in Val di Fiemme ist meine erklärte Lieblingsetappe. Und es lief hervorragend! Der Ski lief, die Kraft war da und meine Taktik war voll auf den Endspurt ausgerichtet. Alles war parat für ein absolutes Toprennen! Bis km 14 und einen Sturz mit fatalen Folgen. Ich lag aussichtsreich auf Position 3 und kam dann im Positionsgerangel so unglücklich zu Fall, dass ich mich total mit meinem Gegner Gaillard verhedderte und mir auch noch der Stock brach. Von Position 3 zurück auf Position 25, vorbei war es mit der Chance aufs Podium zu gelangen. Ich kämpfte mich zwar noch einmal ein paar Plätze nach vorne, war aber über Platz 19 am Ende sehr enttäuscht! Die Bühne für Etappe 7 war vorbereitet und über 30000 Fans warteten am legendären Schlussanstieg rauf zur Alpe Cermis. 450 Höhenmeter auf den letzten 3km der über 90km langen Tour de Ski. Die Hölle als Abschluss, aber auch Freude auf die unglaubliche Atmosphäre an der Strecke. In einer kleinen, aber starken Gruppe ging es auf die letzte Reise. Die Top15 als Ziel, die Top10 als Traum. Das Gefühl war gut und bis zum Einstieg zur Alpe kämpfte ich mich wieder zurück in den erweiterten Kreis der Top10-Anwärter!  Dann der Berg und seine Leiden. Ich musste zwar von Beginn an extrem kämpfen, aber das Gefühl war besser als in den letzten Jahren. Die Top10 rann mir zwar schnell wieder aus der Hand, aber es war immer noch möglich die Top 15 zu schaffen. Die Alpe Cermis wird zwischenzeitlich bis zu 30% steil und der Körper schreit nach Aufgabe, aber die Masse der Fans nimmt zum Ende hin immer mehr zu. Man wird quasi von den Fans nach oben getrieben und läuft fast wie in Trance Richtung Ziel. In dieses kam ich dann schließlich als 16. und war damit gar nicht so unzufrieden auch wenn ich die Top15 verpasst hatte. Ich war so schnell wie noch nie den Berg oben und gerade mit der bitteren Erfahrung aus dem Vortag hatte ich noch ein gutes Resultat erreichen können!

Eine ordentliche Tour mit einigen guten und stabilen Leistungen ging für mich zu Ende und ich möchte allen danken, welche mir ganz fest die Daumen gedrückt haben!

Weiter geht’s voraussichtlich für mich in La Clusaz!

Bis bald Euer Fibs! 

     

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