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Muonio, WC Kuusamo, WC Lillehammer, Obertilliach

Datum: 13.12.2013
Autor: By: Name

Kategorie: Sportliche Erfolge

Hallo Skilanglauffreunde! Nach vielen Wochen ist es mal wieder an der Zeit, mich bei euch zu melden. Es gibt viel zu berichten und es gibt viel zu erklären. Zu aller erst mein schwerer Sturz auf dem Laufband (ich hatte euch davon Anfang November berichtet), welcher ein schweres Schädelhirntrauma 2.Grades zur Folge hatte. Diese Verletzung beschäftigte mich leider doch viel länger als ich wollte und ich wusste von Anfang an nicht so richtig, wie und wann ich wieder voll trainieren könnte. So fuhr ich ganz normal mit in unsere Schneevorbereitung nach Muonio und ich merkte schnell, dass mein Training ziemlich zäh und schwer lief. Die Bedingungen in Muonio waren wirklich perfekt, aber ich konnte das Training überhaupt nicht genießen. Zu unsicher stellte sich mein Heilungsprozess dar und ich steigerte nur sehr langsam mein Training. Schließlich beging ich dann auch noch den Fehler und startete viel zu früh mit den FIS-Rennen in Muonio. Mit den Plätzen 38 über 10km cl und 19 über 15km sk tat ich mir überhaupt keinen Gefallen und ich hatte Null Chance auf ordentliche Ergebnisse. 14 Tage nach dem Unfall Rennen zu laufen, war im Nachhinein viel zu früh! Ich wusste nun zwar, dass ich mit meinem Kopf harte Belastungen bestehen kann, aber das Gefühl von schlechten Rennen nahm ich nun leider mit zum ersten WC nach Kuusamo… Dort dann, wie auch schon in den letzten 3 Jahren, die Mini-Tour „Ruka-Triple“. Im ersten Rennen, einem klassisch Sprint, wurde ich 83. Das Gefühl war schon deutlich besser als in Muonio, aber in einem so stark besetzten Weltcup, war mit meiner bescheidenen Form noch nicht mehr drin. Platz 83 bedeutete übrigens mein schlechtestes Weltcupergebnis überhaupt, was mit dem Wissen um meinen Sturz aber nicht weiter schlimm war. Im 2.Rennen über 10km cl wollte ich dann schon deutlich besser laufen. Die Strecken liegen mir und ich war in der Vergangenheit etliche Male in der Top10. Platz 57 sprach aber leider wieder eine andere Sprache. Ich fand überhaupt nicht ins Rennen und wollte wahrscheinlich mit zu viel Gewalt meinen Befreiungsschlag landen. Es fehlte mir einfach an Lockerheit und mit meiner frühen Startnummer 13 hatte ich auch noch Pech, weil ich bei Schneefall während der ersten Rennstunde einer der ersten „Schneepflüge“ war. Auf Gesamtplatz 60 und somit mit Startnummer 60 ging ich also in das abschließende 15km sk Verfolgungsrennen. Hier dann endlich der erste Lichtblick der Saison und ich kämpfte mich vom 60.Platz bis vor auf dem 35.Platz in der Gesamtwertung. Lichtblick deshalb, weil ich mit der 25.Tageszeit meine ersten schwer erkämpften 6 Weltcuppunkte der Saison ergattern konnte! Das erste Mal in der Saison merkte ich, dass ich konkurrenzfähig war und mit der Weltspitze wenigstens ein bisschen mithalten konnte. Mit mehr Selbstvertrauen in meine eigene Leistung ging es dann weiter nach Lillehammer. Hier stand ein 15km cl Einzelstart und eine Staffel auf dem Programm. Mein Ziel war es, den Aufwärtstrend zu bestätigen und mich mit einer guten und stabilen Leistung für die Staffel zu empfehlen. Gesagt, getan und ich wurde mit einer ordentlichen Leistung 25.! Gerade auf dieser sehr, sehr schweren Strecke in Lillehammer nicht so schlecht und mir fehlten gerade mal 18 Sekunden auf die Top15. Als 2.Deutscher empfahl ich mich auch ganz klar für die Staffel, musste dann aber auf Grund von starken gesundheitlichen Problemen innerhalb unserer Männermannschaft, auf Position 3 im skating eingesetzt werden. Normal wäre ich natürlich gerne meine Stammposition als Startläufer gelaufen, ich stellte mich aber komplett in den Dienst der Mannschaft. Leider konnte ich dann gegen die zurzeit wohl besten Skilangläufer Sundby und Legkov nicht mithalten und verlor auf meiner Strecke 1min auf die Spitze. Kämpferisch und auch körperlich konnte ich mir wenig vorwerfen. Das war in Ordnung. Aber leider hatte ich (ohne den Technikern einen Vorwurf zu machen) auch nicht den besten Ski an dem Tag. Anschließend habe ich mich nach intensiven Gesprächen mit den Trainern entschlossen den nächsten Weltcup in Davos auszulassen und stattdessen in eine Trainingsphase hinsichtlich Tour de Ski zu gehen. Eine für mich sehr wichtige Trainingsphase, welche mich nun nach Obertilliach führte. Hier habe ich perfekte Bedingungen und kann mich in Ruhe auf das Training konzentrieren. In diesem Sinne. Drückt mir weiter fest die Daumen! Euer Fibs 

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